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Viele Unternehmer stehen mit fortschreitendem Alter vor einem Dilemma: Das Unternehmen floriert, doch ihre Kinder verfolgen ganz eigene Lebenspläne. Unser Mutterkonzern ABN AMRO und wir bei der Bethmann Bank haben deshalb ein Programm geschaffen, das die Next Generation auf internationaler Ebene gezielt zusammenbringt und die Nachfolgeregelung erleichtern soll.

Die Situation ist lange Zeit unklar: Ein Kunde der Bethmann Bank hat sein Unternehmen über Jahrzehnte aufgebaut, es international aufgestellt, ein weitreichendes Kontaktnetz in seiner Branche geschaffen. Doch er muss es in absehbarer Zeit an einen Nachfolger übergeben – der nicht vorhanden ist. Zwar hat der Unternehmer Kinder im geeigneten Alter. Doch ein Junior hat längst entschieden, dass er die Branche wechseln und eine eigene Existenz aufbauen will. Und der andere Nachkomme ist unsicher, ob er der Aufgabe überhaupt gewachsen ist, und will zunächst sein Jurastudium absolvieren.

Next Generation – so lautet ein internationales Programm der Bethmann Bank und der ABN AMRO. Es beschäftigt sich mit der Nachfolgeregelung in den Familienunternehmen unserer Kunden. „In unseren Beratungsgesprächen lautet die Frage häufig: Wer übernimmt einmal mein Lebenswerk?“, erzählt Holger Sach, Direktor Vermögensmanagement bei der Bethmann Bank. Das Programm zielt deshalb darauf ab, die Kinder von Unternehmern auf internationaler Ebene zusammenzubringen und somit den Austausch individueller Erfahrungen zu fördern. „Es ist besser, wenn die Kinder ihre Sicht der Dinge direkt miteinander diskutieren können, als wenn das von den Eltern vorgegeben wird.“
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Die ABN AMRO lädt jedes Jahr eine neue Gruppe von potenziellen Nachfolgern an ihren Hauptstandort nach Amsterdam ein. Rund 30 Teilnehmer aus zehn Ländern können sich dann zu ihren eigenen Plänen und ihren Erfahrungen austauschen. „Es geht darum: Will ich überhaupt eine Nachfolge antreten oder habe ich vielleicht ganz eigene Interessen und Stärken?“, erklärt Holger Sach. Thema ist aber nicht nur, ob die Kinder das Unternehmen im gleichen Stil wie ihre Eltern weiterführen, sondern auch, ob sie eigene Schwerpunkte setzen und die strategische Ausrichtung verändern. Abgerundet werden die jährlichen Treffen schließlich mit einem kulturellen Rahmenprogramm in Amsterdam. Bankthemen bleiben außen vor.
Das Next Generation-Programm besteht aber keinesfalls aus dem einmaligen Austausch. Die ABN AMRO hat eine Plattform im Internet geschaffen, die die Teilnehmer – ähnlich einem sozialen Netzwerk – im Gespräch hält. Darüber hinaus hat die Bank bereits Teilnehmer vergangener Treffen mit den neuen Generationen in Kontakt gebracht, die über ihre persönlichen Entscheidungen und ihre Erfahrungen berichten. Dieser Dialog hat zuweilen einen nützlichen Nebeneffekt für unsere Kunden: Durch den Austausch der Kinder entstehen neue Geschäftskontakte für die Unternehmen der Eltern.

Next Generation hat übrigens auch für den genannten Unternehmer und seine Kinder zu einer Lösung geführt: Ein Junior leitet das Unternehmen nun zeitweise während des Studiums – und ist sich klar geworden, dass er der Aufgabe gewachsen ist. Doch er hat auch erkannt, dass er künftig andere Schwerpunkte im Geschäft setzen wird.