toggle
previous next
WER DIE BETHMANN BANK IST UND
WAS WIR FÜR SIE LEISTEN
Was macht eine Privatbank aus? Reicht es, wenn sie eine gute Performance erzielt? Oder sind vielleicht noch ganz andere Faktoren ausschlaggebend für ein erfolgreiches Vermögensmanagement? Der Vorstandsvorsitzende Horst Schmidt über Klarheit, Persönlichkeit und nachhaltige Leistung.
Herr Schmidt, Sie sind Vorstandsvorsitzender der Bethmann Bank. Also lassen Sie uns über Geld sprechen: Was bedeutet Vermögen für Sie persönlich?
Für mich bedeutet Vermögen Unabhängigkeit und auch Verantwortung. Dabei ist Geld Mittel zum Zweck: Wenn man das Glück hat im Leben, dass einem Geld zur Verfügung steht, dann eröffnet das die Möglichkeit, unabhängig zu agieren. Aber es bedeutet natürlich auch Verantwortung – für sich selbst, die Familie, das Unternehmen und die ­Umwelt.

Ihre Kunden zählen zu einer Minderheit: Knapp ein Prozent der Deutschen sind vermögend. Was bedeuten Geld und Vermögen für Ihre Kunden?
Über Geld spricht man normalerweise nicht in Deutschland. Das ist aber die Grundvoraussetzung für unsere Aufgabe – auch wenn es dabei nicht um die philosophische Frage geht, was Geld für den Einzelnen bedeutet. Viele Kunden verstehen Vermögen als Verantwortung für das, was sie selbst oder die Vorgängergeneration geschaffen haben. Geld kann auch als Anerkennung gesehen werden oder schlicht als Mittel zur Freude, wenn man sich etwas Schönes ermöglicht. Wie immer unsere Kunden die Dinge auch betrachten: Wichtiger ist, sich darüber zu unterhalten, was man mit dem Geld erzielen möchte und wie man damit wirtschaften will.
Über Geld spricht man normalerweise nicht in Deutschland. Das ist aber die Grundvoraussetzung für unsere Aufgabe.
Horst Schmidt
Was macht den Dialog zwischen Kunde und Bank aus?
Das können unsere Kunden am besten selbst sagen: Wir haben sie befragt, wie zufrieden sie mit uns sind. Was mich sehr freut: Die Kunden haben die menschlich kompetente Art hervorgehoben, mit der wir uns bemühen, Dienstleister im wahrsten Sinne des Wortes zu sein. Also auf die Kunden zuzugehen, zuzuhören und gute Fragen zu stellen, anstatt zu dozieren und im Voraus zu wissen, was man verkaufen möchte. Selbst als Berater denkt man manchmal, dass man in einer nüchternen Welt lebt, in der es allein um Preis und Performance geht. Doch eine dauerhafte Beziehung und ein regelmäßiger Austausch sind die Voraussetzungen, um im Sinne der Kunden gute Ergebnisse zu erzielen.
bgimage CURRICULUM VITAE Horst Schmidt
CURRICULUM VITAE
Horst Schmidt

Horst Schmidt ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender der Bethmann Bank AG. Als Mitglied des Vorstands der Privatbank und ihrer Vorgängerinstitute verantwortete er seit 2002 verschiedene Bereiche, darunter Human Resources, strategische Unternehmensplanung, Marketing sowie Product & Sales Management. In die ABN AMRO trat er 2004 im Zuge der Akquisition des Bankhauses BethmannMaffei ein.

Er begann seine Karriere im Bankensektor 1981 und durchlief verschiedene Managementstationen in Deutschland und Asien, unter anderem bei der Westdeutschen Landesbank und der HypoVereinsbank. Horst Schmidt verfügt über umfangreiches Fachwissen und langjährige Erfahrungen in den Bereichen Kapitalmärkte, Strategie, Asset Management und Private Banking, in der Leitung komplexer Fusionen sowie in der Entwicklung und Implementierung neuer Unternehmenskonzepte.

Horst Schmidt wurde 1965 in Düsseldorf geboren.
Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.
Ist es das, was Sie unter „Echtes. Private. Banking.“ verstehen? So lautet der Slogan der Bethmann Bank …
Wir sind keine Fabrik, wir sind eine Boutique. Das Bankgeschäft – zumindest so, wie wir es verstehen – hat viel mit Persönlichkeit und persönlicher Betreuung zu tun. Wir nehmen die Kunden in ihrer Familiensituation mit ihren individuellen Zielen wahr. Insbesondere im Private Banking, wo es sehr komplizierte Fragen gibt, ist der beste Ansatz für eine gute Anlagestrategie, sich strukturiert über die Ziele der Kunden zu unterhalten. Es ist für viele Kunden auch ein gewisser Luxus, sich Zeit für das eigene Geld zu nehmen. Denn ein Unternehmer ist von morgens bis abends in sein Unternehmen eingebunden. Umso wichtiger ist es, einen Berater zu haben, der nicht nur kenntnisreich ist, sondern sich auch in die Kunden hineindenken kann.

Warum hat sich die Bethmann Bank ein nachhaltiges Handeln auf die Fahnen geschrieben? Und wie und woran messen Sie, ob Sie diesen Anspruch erfüllen?
Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, über den Tellerrand zu schauen. Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um? Das gilt auch für unsere Investments: Fördern wir damit Sozialkonflikte oder Umweltschädigungen? Inzwischen kann man wissenschaftlich nachweisen, dass es ein Risiko darstellt, wenn man nur dem schnellen Euro hinterherjagt. Wir bieten deshalb Investments, die gesellschaftlich und ökologisch ausbalanciert sind. Dazu haben wir einen Nachhaltigkeitsbeirat mit externen Experten gebildet, die sehr genau schauen, ob wir unserem Leistungsversprechen nachkommen.
DAS IST UNSEREN
KUNDEN WICHTIG:
Quelle: Eigene Kundenbefragung
Die Bethmann Bank tritt als traditionsreiche Privatbank auf. Tatsächlich gehören Sie aber zu einem großen Bankkonzern, der niederländischen ABN AMRO. Wie passt das zusammen?
Die Gesellschafterstruktur macht eine Bank nicht persönlich oder unpersönlich. Ob man die ABN AMRO-Gruppe als eine der führenden Banken in Europa nimmt oder die Bethmann Bank als Kredit­institut mit einer mehr als 300-jährigen Historie – letztlich kommt es immer auf die Handelnden in diesen Unternehmen an. Deshalb bemühen wir uns, Mitarbeiter zu finden, die kompetent sind, die aber auch als Persönlichkeiten agieren und unsere Kunden als Persönlichkeiten wahrnehmen. Diese Werte teilen wir mit der ganzen ABN AMRO: Wir arbeiten sehr gut mit unseren Kollegen in anderen Ländern zusammen, die ebenfalls sehr erfolgreich im Private Banking agieren.

Haben Sie ein Beispiel dafür, wie die globale Ausrichtung der ABN AMRO einen Mehrwert für Ihre Kunden gebracht hat?
Ein ganz praktisches Beispiel ist der Bereich Research, den wir innerhalb der ABN AMRO gemeinsam betreiben – von Asien bis Europa. Wir haben an den einzelnen Standorten Kollegen, die gemeinsam die globale Anlagepolitik gestalten und über sehr viel regionales Know-how verfügen. Ein zweiter Vorteil ist Sicherheit. Angesichts von Finanzkrisen hat es klare Vorteile, Teil eines kapitalstarken Konzerns zu sein. Ein drittes Beispiel besteht darin, voneinander zu lernen: Manche ABN AMRO-Kunden in Europa oder Asien entdecken zum Beispiel Themen, die auch für unsere Kunden hier in Deutschland interessant sind.
bgimage
Größe ist wichtig. Nicht als Selbstzweck, sondern weil unser Geschäft ein aufwendiges, individuelles Geschäft ist.
Horst Schmidt
Durch den Erwerb der deutschen Private Banking-Aktivitäten der Credit Suisse ist Bethmann noch größer geworden. Ist Größe für Ihre Kunden wirklich wichtig?
Größe ist wichtig. Nicht als Selbstzweck, sondern weil unser Geschäft ein aufwendiges, individuelles Geschäft ist. Für manche Banken ist es nicht einfach, darauf ein rentables Geschäftsmodell aufzubauen. Doch man kann Vertrauen in der Kundenbeziehung nur schaffen, wenn man eine Kontinuität in der Beratung gewährleistet – wenn man für die Kunden da ist. Unsere Größe ermöglicht uns, vor Ort in den Städten zu wachsen, in denen wir teils schon seit vielen Generationen präsent sind. Unsere Kunden sind nicht abhängig von drei oder vier Beratern, sondern erhalten ein breites Leistungsangebot von der Finanzplanung über das Vermögensmanagement bis zum Kreditgeschäft – deutschlandweit auf gleich hohem Qualitätsniveau.

Nach der Finanzkrise wird viel vom Vertrauensverlust der Kunden gegenüber den Banken gesprochen. Wie muss die Branche agieren, um dies wettzumachen?
Unsere Kunden konfrontieren uns im Alltag nicht damit, dass sie kein Vertrauen zu uns haben – sonst wären sie auch nicht unsere Kunden. Wir sind in den Jahren 2009 bis 2014 bei den von uns verwalteten Kundengeldern um rund 150 Prozent gewachsen, das spricht nicht für eine Vertrauenskrise. Es gibt also eine große Diskrepanz zwischen der öffentlichen Diskussion und dem guten Feedback aus der Kundenbetreuer-Situation. Dennoch wissen wir, dass es in der Branche und auch bei uns eine Menge Verbesserungspotenzial gibt. Zum Beispiel kann die Komplexität der Produkte die Menschen überfordern. Und da kommen wir wieder bei den Werten an, die wir in den Mittelpunkt stellen: Klarheit, Persönlichkeit und Leistung.
ECHTE WERTE.
ECHTE BEDÜRFNISSE.
Klarheit
Ich habe mein Geld nicht mit Geld verdient – meine Vermögensanlage muss so sein, dass ich sie trotzdem verstehe.
Persönlichkeit
Echter Stuck und echte Gemälde beeindrucken mich nicht. Ich will, dass mein Bankberater mir echt zuhört.
Leistung
Meine Bank beurteile ich nach dem Depotauszug. Am besten nach dem von 2030.